GeMoLaR – Genetisches Monitoring zur Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses im Rheingebiet

GeMoLaR – Genetisches Monitoring zur Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses im Rheingebiet

Die Universität Koblenz-Landau übernimmt die Leitung des Projekts „GeMoLaR“. In der AG Ökotoxikologie & Umwelt am Institut für Umweltwissenschaften (iES Landau) und der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal der Universität Koblenz- Landau wird seit vielen Jahren im Bereich des Süßwasserartenschutzes geforscht. 

Das Projekt kurz erklärt

Der Lachs ist eine charakteristische Fischart in vielen großen, europäischen Flusssystemen. Leider sind die Zahlen der rückkehrenden Lachse aus dem Meer im Rhein nicht so hoch wie erwünscht. Durch ein genetisches Monitoring der Lachs-Rückkehrer sollen verschiedene Fragen beantwortet werden, durch die das Management des Lachses optimiert werden kann.

Aktuelles

Was bisher geschah… Hier finden Sie den aktuelle Projektstand von GeMoLaR.

Lachszucht Wolftal

Die Reise zur Lachszucht Wolftal war wegen den erneuten Reisebeschränkungen nicht möglich und musste abgesagt werden.

Besuch im Rheinischen Fischereiverband

Herr Thomas Schmidt und Frau Dr. Anne Schrimpf von der Universität Koblenz-Landau haben Projektpartner in Nordrhein-Westphalen besucht. Der Biologe Armin Nemitz vom Rheinischen Fischereiverband hat ihnen und Prof. Chris Bridges von der Firma TunaTech GmbH eine Führung durch das Wissenshaus für Wanderfische und durch das Wildlachszentrum Rhein-Sieg gegeben und ist mit ihnen zur Kontrollstation für Wanderfische am Siegwehr Buisdorf gefahren. Dabei wurden aktuelle Themen rund um Monitoring, Lachszucht, Besatz, die genetische Beprobung und aktuelle Probleme und Einflussgrößen bei der Lachswiederansiedlung im Rhein und seiner Zuflüsse besprochen. Aktuell wirken sich neben anderen Faktoren der niedrige Abfluss der Sieg und die klimatischen Veränderungen negativ auf das Zurückkehren der Laichfische aus. Gewebeproben von Laichfischen aus dem Wildlachszentrum wurden übergeben. 

Danach sind Herr Schmidt, Frau Dr. Schrimpf und Prof. Bridges weiter zum Lachszentrum Hasper Talsperre (Verlinkung: https://lachszentrum.eu/) gefahren und haben dort von Herrn Firzlaff und seinen Kollegen eine Führung über die Anlage bekommen und an einer Besprechung teilgenommen. Hier wird die Anlage über das ganze Jahr hinweg betrieben und es konnten Lachse der verschiedenen Altersgruppen beobachtet werden. Auch in der Hasper Talsperre ging es bei der Besprechung um die ähnliche Themen und ähnliche Probleme. Neben den niedrigen Wasserständen der Flüsse wird auch der Frassdruck durch Arten wie den Kormoran oder den Wels als großes Problem für die erfolgreiche Wanderung der Lachse angesehen. Die Gewebeproben der Hasper Talsperre befinden sich bereits im Labor der Universität Koblenz-Landau. Herr Wuttke vom Bergischen Fischerei-Verein hatte genetische Proben von Lachsrückkehrern dabei und hat diese übergeben. Die Zucht vom LANUV NRW (Verlinkung: https://www.lanuv.nrw.de/) in Kirchhundem-Albaum konnte auf Grund der Corona-Pandemie nicht besucht werden. Die Gewebeproben der Elterntiere wurden jedoch alle nach Siegburg gebracht und dort übergeben.

Erstes Onlinetreffen

Die Projektpartner haben sich beim Treffen der Genetikexperten der IKSR online getroffen und über den weiteren Projektverlauf gesprochen.

Fotogalerie

In unserer Fotogalerie erhalten Sie einen Einblick unsere Arbeit und die unserer Projektpartner.

Projektleitung


Universität Koblenz Landau, Institut für Umweltwissenschaften

Haben Sie Fragen? Sie erreichen uns unter:

Tel.: +49 (0)6341 280-31325
Mail: gemolar@uni-landau.de

Finanzierung


Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) im Bereich der Erhaltung und innovativen Nutzung der Biologischen Vielfalt.

Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Förderkennzeichen: 2819BM070